Zusammen stark: Special Olympics mit positivem Fazit

Special Olympics beendet
v.l.n.r.: SOD-Landesvorsitzende Ursula Albrecht, SOD-Präsidentin Christiane Krajewski, Athletensprecher und SOD-Vizepräsident Mark Solomeyer, OB Ulf Kämpfer und SOD-Vizepräsidentin Brigitte Lehnert

Mit einer großen Abschlussfeier in der Olympic Town auf der Reventlouwiese sind die Nationalen Special Olympics am Freitagabend, 18. Mai, in Kiel zu Ende gegangen. Fünf Tage lang waren 4600 Athletinnen und Athleten mit geistiger Behinderung in 19 Disziplinen zu Wettkämpfen angetreten. Sowohl die Veranstalter als auch die Stadt Kiel ziehen ein positives Fazit.

Wenn er die Special Olympics in Kiel in einem Wort zusammenfassen solle, sei es nicht Spaß, auch nicht Begeisterung, so Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD). Beides sei dabei, aber treffender seien die Begriffe Freude und Dankbarkeit. „Die ganze Stadt war mit dabei, es war eine unglaublich positive Stimmung“, so Kämpfer.

Tatsächlich waren die ganze Woche über in allen Bereichen Kiels Menschen mit Special-Olympics-T-Shirts unterwegs und nicht zuletzt waren die Spiele in den Medien sehr präsent. Mehr als 2000 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer unterschiedlichsten Alters sowie 500 Schiedsrichter sorgten für einen reibungslosen Ablauf der Spiele. „Auch die Logistik hat bis auf sehr wenige Ausnahmen wirklich gut funktioniert“, lobt Christiane Krajewski, Vorsitzende von Special Olympics Deutschland (SOD).

Insgesamt 27000 Besucher kamen zu den Wettkämpfen – mehr als bei den letzten Sommerspielen 2016 in Hannover. Die Begeisterungsfähigkeit der Kieler begründet Krajewski unter anderem damit, dass einige Wettkämpfe in den Abenstunden stattfanden und somit auch Berufstätige zusehen konnten. Zudem sei die Olympic Town auf der Reventlouwiese mit täglichem Rahmenprogramm ein Anziehungspunkt gewesen.
Oberbürgermeister Ulf Kämpfer wies auf das gute Wetter hin, das vielen Wettkämpfen unter freiem Himmel entgegen kam. „Das ist eine glückliche Fügung, denn so gutes Wetter im Mai ist ungewöhnlich für Kiel“, so Kämpfer im Kiel FM Interview.

Nach fünf Tagen voller Begeisterung für den Sport und die Special Olympics als Ereignis geht es nun darum, den inklusiven olympischen Gedanken in den Alltag weiterzutragen. Die SOD-Vorsitzende Krajewski betonte gegenüber Kiel FM, die Special Olympics dürften nicht bloß als ein Sportfest von Menschen gelten, mit denen man normalerweise nichts zu tun hat, sondern müsse „ein normales großes Sportereignis“ werden. Zudem sei es wichtiger, den organisierten Vereinssport stärker für Menschen mit geistiger Behinderung zu öffnen.

Nach fünf Tagen Special Olympics steht die Hoffnung auf eine Fortführung im Jahr 2022: Die ersten Landesspiele in Schleswig-Holstein stehen an und der SOD-Landesverband Schleswig-Holstein wünscht sich, die Spiele in Kiel austragen zu dürfen. Oberbürgermeister Kämpfer sicherte auf der Abschlusspressekonferenz der Special Olympics bereits Unterstützung zu. Zudem bewirbt sich Berlin zusammen mit Kiel um die Austragung der Internationalen Special Olympics im Jahr 2023.

Sendedatum: 19. Mai 2018

 

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